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Biologische Wertigkeit – Chemical Score

In der Hoffnung auf einen gesundheitlichen Vorteil nehmen viele Menschen gezielt zusätzlich Protein zu sich. Ein fittes Immunsystem, schöne Haut, Haare und Nägel sowie kräftige Muckis können Beweggründe sein.

 

Tatsächlich ist mehr Protein nicht automatisch gesünder. Was ist Protein überhaupt? Protein = Eiweiß. Es besteht immer aus Aminosäuren, den „Bausteinen des Lebens“. Protein ist ein Sammelbegriff wie Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind z. B. Stärke, Ballaststoffe und Zucker. Hier gibt es vom Gesundheitsaspekt riesige Unterschiede. Bei den Proteinen sind diese Unterschiede noch bedeutend größer. Wenn Protein draufsteht, ist das längst kein Synonym für gesund.

 

Das Protein selbst betrachtend ist die biochemische Zusammensetzung der Aminosäuren entscheidend. Das heißt aus welchen Aminosäuren-Bausteinen das Protein aufgebaut ist und wie viel von welchen Bausteinen enthalten ist. Diese Zusammensetzung bestimmt den Chemical Score. Der Chemical Score bezogen auf das Referenzprotein ist das objektivste Maß für die biologische Wertigkeit. Der Chemical Score betrachtet nämlich aus welchen Aminosäuren die Proteine biochemisch aufgebaut sind und wie sehr das Verhältnis dieser Aminosäuren dem Bedarf des Menschen zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß nahekommt. Ein hoher Chemical Score ist immer die Grundvoraussetzung für ein vom Körper gut verwertbares Protein. Erst danach macht eine zusätzliche Betrachtung der Verdaulichkeit Sinn. Die Verdaulichkeit ist ein Faktor, der für die Frage, ob die enthaltenen Aminosäuren überhaupt vom Körper aufgenommen werden, praktisch nur bei pflanzlichem Protein relevant ist.

Fragen und Antworten

Warum ist der Chemical Score bezogen auf das Referenzprotein besser als die klassische Biologische Wertigkeit bezogen auf Vollei-Protein?

Wer die Zielsetzung verfolgt täglich Hühnereier zu legen – sonntags auch mal zwei – ist vielleicht besser beraten, seine oder ihre Proteinaufnahme hin auf das Aminosäurenverhältnis des Hühnervolleis hin zu optimieren und an der veralteten „klassischen Biologischen Wertigkeit“ festzuhalten. Allen deren Zielsetzung weniger dem Eierlegen entspricht und deren Zielsetzung  vielmehr die Verwendung der Aminosäuren als Baustoff im eigenen menschlichen Körper darstellt, sei gesagt, dass das Referenzprotein der WHO hier genau das optimale Verhältnis der Aminosäuren darstellt. Optimal heißt, dass der Körper in diesem Verhältnis angelieferte Aminosäuren fast vollständig in Zellen von Haut, Haaren, Nägeln, Knochen, des Immunsystems und natürlich in Muskelzellen verbauen und verwenden kann.

Ich bin speziell, woher kennt die WHO meinen Aminosäurenbedarf?

Das Referenzprotein der WHO ist das Ergebnis von zahllosen Studien, in denen die Aufnahme der Aminosäuren genau mit den Ausscheidungen der Stickstoff-Abfallprodukte verglichen wurde. Das Verhältnis, bei dem der wenigste Abfall anfällt, ist das Verhältnis, bei dem die meisten Aminosäuren als Baustoff im Körper verwendet werden können. Dieses Verhältnis ist das Referenzprotein der WHO. Das Referenzprotein der WHO ist also gar kein „echtes Protein“, sondern ein bestimmtes Verhältnis von Aminosäuren. Das beste Verhältnis für den Menschen. Und auch wenn wir alle großartige Individuen sind und alle gerne etwas Besonderes wären, am Ende sind wir alle gleich. Und als Menschen ist unser Aminosäurenbedarf extrem ähnlich. Minimale Abweichungen, z.B. bei Krankheit, Sport oder Schwangerschaft, fallen nicht wirklich ins Gewicht. Das Referenzprotein der WHO ist für uns alle der bestmögliche Näherungswert für die perfekte Aminosäurenaufnahme. Es sei denn man ist ein Huhn.

Was passiert mit den Aminosäuren, die nicht als Baustein verwendet werden können?

Die Aminosäuren, die der Körper nicht als Baustein für eigene Proteine verwerten kann, werden zur Energiegewinnung verwertet. Je nach Aminosäure entsteht in einem Zwischenschritt dabei Zucker. Jedenfalls werden diese Aminosäuren „verbrannt“ und sind Kalorien. Die Leber entgiftet dabei entstehendes Ammoniak zu Harnstoff, der über die Nieren ausgeschieden werden muss.

Aminosäuren, die Bausteine

Kalorien und die biologische Wertigkeit interessieren mich nicht, außerdem sind meine Nieren aus Stahl; kann ich jetzt so viel Protein essen wie ich will?

Proteinreiche Produkte und insbesondere Proteinpulver enthalten oft Schwermetalle. Das gilt für pflanzliche Proteinpulver mindestens genauso wie für Proteinpulver tierischen Ursprungs. Fast alle Hersteller werben damit, dass ihre Produkte laborgeprüft wären. Doch diese Laborprüfung ist meistens nur eine Überprüfung auf Verkeimung. Wer „Protein Schwermetalle“ googelt wird schnell merken, dass die Belastung mit Schwermetallen durchaus ernst zu nehmen ist. Es macht also auch unabhängig von dem Chemical Score und der biologischen Wertigkeit, die den höchsten Nutzen aus der Proteinaufnahme gewährleistet, Sinn bei Protein auf Qualität zu setzen. Wir elf Ärzte von AnovonA verbürgen dafür die weltweit bestmögliche Qualität zu bieten.